Dankbarkeit am Weg
Für welche fünf Dinge, die mir heute am Weg begegnet sind, bin ich dankbar?
Die erste Etappe der Via Trinitatis und der Via Trinitatis+ beginnt direkt beim Hauptportal der Basilika Sonntagberg, einem Werk der Barockbaumeister Jakob Prandtauer und Josef Mungenast. Vorbei am Zeichenstein führt der Weg im Gotteshaus Richtung Hochaltar. Die Gründungslegende mit der linksseitigen Darstellung des in Not geratenen Hirten lässt sich für einen ersten Impuls nutzen. Ein mitgebrachter Stein mit individueller Symbolkraft kann als eigener Zeichenstein mit auf den Weg genommen werden. Durch das vordere rechte Seitenportal gelangt man auf den Vorplatz mit Blick auf die Voralpenlandschaft.
Südlich des barocken Pfarrhofes verläuft der Weg entlang einer Steinmauer mit Infotafeln auf dem Kulturwanderweg bis zum Bergfriedhof. Dort wechselt man auf den Themenweg Wald der Sinne und biegt kurz nach der Einmündung in die Mostviertler Höhenstraße links zum historischen Türkenbrunnen ab. Durch ein Waldstück führt die Route ostwärts zur Mostviertler Höhenstraße und nach circa 450 Metern links weiter auf dem Weitwanderweg 08 (Eisenwurzenweg).
Ein Abstecher zum Klanggarten Sonntagberg bietet eine besondere spirituelle Erfahrung. Der weitere Weg verläuft durch kleinstrukturierte Landwirtschaft zur RUNDumSCHAU am Kogel, wo der Ausblick bei guter Fernsicht nach Norden über das Donautal bis zum Mühl- und Waldviertel sowie nach Süden zu den Ybbstaler Alpen, dem Hochschwabgebiet und dem Ötscher bietet. Weiter geht es auf dem Eisenwurzenweg 08 bis nach St. Leonhard am Wald, dem Ziel der traditionellen Fiakerwallfahrt aus Wien.
Am Ortsbeginn biegt man links ab und erreicht über einen Wiesenweg und die Siedlungsstraße die Leonhardikapelle aus dem Jahr 1986. Von dort führen vierzehn Kreuzwegstationen entlang der Friedhofsmauer zum Dorfplatz mit der Pfarrkirche zum Heiligen Leonhard. Beim Leonhardihof zweigt der Weg links auf einen Wald- und Wiesenweg ab, mündet in die Ötscherblickstraße und führt weiter zum Rauchegger Kreuz mit Blick auf Ötscher, Ybbstal und die Gesäuseberge. Auf etwa hundert Metern kann man am Hohlwurzelweg seltene Buchenformationen entdecken.
Vom Rauchegger Kreuz geht es auf einem Schotterweg talwärts vorbei am Bauernhaus Ober-Rauchegg zur Jausenstation Putzmühle im Urltal. Der Weg führt talauswärts entlang des mäandernden Urnbachs bis zur Abzweigung auf den ÖAV-Weg Nr. 31. Oben am Knieberg trifft man auf den Weitwanderweg 06 (Oberösterreichischer Mariazellerweg) und folgt diesem talwärts bis zur Abzweigung der 1. Niederösterreichischen Schnapsstraße. Man hält sich links, folgt dem Wegweiser zum sogenannten Pensionistengletscher durch ein Waldstück und überquert die Bundesstraße 22. Über eine Brücke der ehemaligen Ybbstalbahn und das Ortsgebiet der Schwemmau gelangt man schließlich zum Etappenziel Ybbsitz.
Für welche fünf Dinge, die mir heute am Weg begegnet sind, bin ich dankbar?