Seinen Ausgangspunkt nimmt das Wegenetz auf den Spuren des heilige Benedikt von Nursia im Jahr 2009: 1787 hatte Kaiser Josef II. das Benediktinerkloster St. Paul im Lavanttal aufgehoben, 1809 wurde es durch ursprünglich aus St. Blasien im Schwarzwald stammende Benediktinermönche aus dem ehemaligen Chorherrenstift Spital am Pyhrn wiederbesiedelt und avancierte nachfolgend zu einem geistlichen und kulturellen Zentrum im kärntnerisch-slowenischen Grenzraum. Anlässlich des Gedenkens an „200 Jahre Wiederbesiedelung des Benediktinerstifts St. Paul im Lavanttal“ entstand auf dem Weg dieser Mönche schließlich das Kernstück des Benedikt-Pilgerwegs Österreich. 

 

Nach und nach fanden Erweiterungen dieses Kernwegs zwischen Spital am Pyhrn, Admont, Seckau und St. Paul im Lavanttal statt: Von St. Paul im Lavanttal aus überschreitet der Benedikt-Pilgerweg seit 2011 südwärts die österreichisch-slowenische Grenze bis nach Gornji Grad, seit 2023 reicht er sogar bis an die slowenisch-italienische Grenze in Miren. Die Erweiterung der Hauptroute des Benedikt-Pilgerwegs Österreich nordwärts von Spital am Pyhrn bis Passau erfolgte – wie auch die Errichtung zweier Pilgerrundwege durch Kremstal und Traunviertel – ebenfalls im Jahr 2023. Auf die Spuren des Schutzpatrons Europas können sich Pilgerinnen und Pilger inzwischen nicht nur zu Fuß machen, sondern auch mit dem Fahrrad. Langfristig soll ein Europäischer Benedikt-Pilgerweg vom italienischen Montecassino, dem Stammkloster der Benediktiner, auf den Spuren des Begründers des abendländischen Mönchstums „von Kloster zu Kloster“ bis ins schottische Pluscarden in das nördlichste Benediktinerkloster Europas führen. 

 

Der Benedikt-Pilgerrundweg Kremstal lädt als Weg der Begegnung und Bewegung Pilgerinnen und Pilger dazu ein, sich gehend mit Gott, Mitmenschen und sich selbst zu verbinden und auf diese Weise die Schöpfung bewusster wahrzunehmen. Auf etwa 45 Kilometern führt der Rundweg in drei Etappen ausgehend vom Zisterzienserstift Schlierbach über Wartberg an der Krems, Maisdorf, Inzersdorf im Kremstal, Kirchdorf an der Krems und Micheldorf zurück zum Ausgangspunkt. Ausblicke auf die Tallandschaft erhaschen Pilgerinnen und Pilger vom Grillparz und von der Pfarrkirche Magdalenaberg, entlang der Krems bieten sich Rastplätze zum Innehalten.

Benedikt-Pilgerrundweg Kremstal

Der Weg erstreckt sich über 45.7 Kilometer und dauert in der Regel 13 Stunden.
Er führt durch folgende Bundesländer: Oberösterreich.

Pilgerbegleiter:innen Benedikt-Pilgerrundweg Kremstal

Helmut Holzinger

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Mein Zugang zum Pilgern: Das Pilgern entschleunigt, es macht mich glücklich, in der Natur zu...
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Sabina Haslinger

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