St. Lambrecht – Oberzeiring
- 34 Kilometer
- 10:00 Stunden
Tourismusverband Murau/Tom Lamm (bearbeitet)
Schon seit Jahrhunderten gilt Mariazell als einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Europas: Zurück reicht die Geschichte des Ortes in das Jahr 1157, als Abt Otker aus dem Stift St. Lambrecht einen Mönch namens Magnus mit einer Marienstatue aus St. Lambrechter Lindenholz aussandte, um im heutigen Mariazellerland seelsorgerisch zu wirken. Magnus stellte seine Marienstatue auf einen Baumstrunk und errichtete eine Zelle, um die der spätere Ort Mariazell herumwuchs. Herzstück der heutigen gotischen Basilika aus dem 14. Jahrhundert, die im 17. Jahrhundert mit den beiden Barocktürmen barockisiert wurde, ist das Gnadenbild in der sogenannten Gnadenkapelle: eine spätromantische Statue der Gottesmutter Maria, auch bekannt als „Magna Mater Austriae“, „Magna Domina Hungarorum“ und „Mater Gentium Slavorum“. Für die Habsburger wurde Mariazell im 17. Jahrhundert zum Reichsheiligtum und die „Magna Mater Austriae“ zur Schutzpatronin der Dynastie. Kaiser Joseph II. verbot zwar 1787 alle Wallfahrten, nach seinem Tod stieg die Schar der Wallfahrerinnen und Wallfahrer nach Mariazell mit einer bunten Vielfalt an Sprachen und Kulturen aber sofort wieder sprunghaft an. Vieles aus der österreichischen und europäischen Geschichte ist so eng mit Mariazell verbunden – bis heute.
Auf die Spuren der Gründer Mariazells macht sich der Mariazeller Gründerweg: Auf etwa 192 Kilometern führt er Pilgerinnen und Pilger mit guter Kondition in sieben Etappen von der Mariazeller Linde beim Stift St. Lambrecht durch das Murtal und die Region Erzberg-Leoben nach Mariazell. Neben den spirituellen Kraftorten St. Lambrecht und Seckau und Kleinoden wie den Kirchen St. Peter in Aflenz und St. Leonhard in Seewiesen stärkt der Mariazeller Gründerweg auch durch die Naturlandschaft für den durchaus anspruchsvollen Weg von der Region Zirbitzkogel-Grebenzen über die Niederen Tauern zum Hochschwabmassiv.
