Weyer – Losenstein
- 27.8 Kilometer
- 8:04 Stunden
Maria Grill
Namenspatron des Pilgerwegs, der mit dem Motto „Weg der Wertschätzung“ überschrieben ist, ist der heilige Sebaldus von Nürnberg, der der Legende nach ein wunderwirkender Einsiedler war: Auf seiner Pilgerreise von Rom nach Nürnberg entdeckte er den Weg zum Heiligenstein und lebte dort schließlich fünfzehn Jahre in einer Höhle. Heute steht auf dem Heiligenstein auf einer Seehöhe von 782 Metern die spätgotische Sebalduskirche, die Wallfahrtskirche St. Sebald, das weithin sichtbare Wahrzeichen von Gaflenz und die österreichweit einzige Kirche, die dem Heiligen geweiht ist. Rund um die Kirche können Pilgerinnen und Pilger auf einem Themenweg in mehreren Stationen mehr über den Heiligenstein, seine Bedeutung als Wallfahrtsort und das Wirken des heiligen Sebaldus erfahren.
Etwas unterhalb der Wallfahrtskirche befindet sich die 1692 über einer Felsnische erbaute Sebaldikapelle. Der Legende nach soll der heilige Sebaldus hier gelebt haben, die Grotte in der Kapelle birgt eine steinerne Liegefigur des heiligen Sebald, der bis heute als Fürsprecher bei Krankheit und Unglücksfällen angerufen wird und als Patron von Nürnberg, der Blinden und des Viehs fungiert.
Wertschätzen, was wertvoll ist – dazu lädt der Sebaldusweg Pilgerinnen und Pilger ein. In drei Tagesetappen führt der Sebaldusweg, der flexible Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten bietet, auf 86 Kilometern von Weyer über Großraming nach Losenstein. Von dort geht es für Pilgerinnen und Pilger nach Laussa und anschließend weiter nach Maria Neustift. Über Gaflenz und den Heiligenstein erreicht der Weg den Ausgangspunkt in Weyer. Die Orte auf dem Rundweg widmen sich dabei verschiedenen Themen der Wertschätzung: In Großraming lautet das Motto „Lass dich nicht gehen, geh selbst!“, in Losenstein richtet sich der Blick auf den Gedanken „Die höchste Stufe der Wertschätzung ist die Liebe.“ Laussa setzt sich schließlich mit „Werten für eine lebensWerte Zukunft“ auseinander und Maria Neustift steht für „Heil sein, gesund sein – die Natur ist die beste Apotheke.“ Gaflenz widmet sich dem Thema „Dankbarkeit – dankbar, den Weg gehen zu können“ und Weyer lädt unter dem Motto „Innehalten, reflektieren, sich besinnen – Gelassenheit und innere Ruhe“ zum Nachdenken ein.
Der mit zwei Wallfahrtskirchen (Maria Neustift, St. Sebald am Heiligenstein), insgesamt sieben Kirchen (Gaflenz, Großraming, Laussa, Losenstein, Maria Neustift, St. Sebald am Heiligenstein, Weyer), dreißig Kapellen und anderen Kraftorten und Naturschätzen gesäumte Weg durch das Ennstal inspiriert Schritt für Schritt dazu, den Mitmenschen und sich selbst wieder mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Denn: „Echte Wertschätzung wirkt wahre Wunder“, ist Initiator Josef „Joe“ Schwaiger überzeugt. Die praktischen Impulse entlang des Sebalduswegs sollen zu einer wertschätzenden Grundhaltung ermutigen und anleiten, um auf diese Weise zum Segen für Mitmenschen zu werden.